Parson Jack Russel Terrier    ( kurz auch "Jack Russel Terrier" genannt )

INFO: Den folgenden Text durfte ich mir freundlicherweise von der Website www.hundeinfos.de holen, auf der es viele Informationen und anderes wissenswertes über verschiedene Hunderassen gibt.
(Die kleinen Fotos lassen sich übrigens durch anklicken noch vergrößern.)
 

Geschichte:
Woher stammt dieser kräftige kleine Kerl mit dem stürmischen Temperament? Im Jahr 1819 erwarb der Theologiestudent John Russell (genannt Jack) von seinem Milchmann die Terrierhündin Trump, die viel Ähnlichkeit mit einem Foxterrier gehabt haben muss. Sie soll ein ganz bezauberndes Tier gewesen sein, mit weißem Fell und falbfarbigen Abzeichen am Kopf und an der Wurzel der Rute. Jack Russell, der bei der Jagd, seiner liebsten Freizeitbeschäftigung, viel Zeit widmete, freute sich jeden Tag über den guten Fang, den er mit der Hündin gemacht hatte, denn sie erwies sich bei der Baujagd als äußerst begabt.

Ihr Herrchen ließ sie von Tip decken, einem hübschen rauhaarigen Rüden mit weißem Fell und schwarzen und falben Abzeichen. Tip und Trump brachten einen Wurf Foxterrier mit gewelltem, rauem Fell und mit glattem Fell zur Welt. Nachdem Jack Russell sein Studium abgeschlossen hatte, wurde er Pastor ("Parson") in der Grafschaft Devon. Zusammen mit einigen Foxhounds gingen Trump und Tip mit ihrem Herrchen auf die Fuchsjagd. Die beiden waren so erfolgreich, dass sie die Fuchspopulation der Gegend erheblich dezimierten und Jack Russell als Fuchsjäger berühmt wurde. Der Jägerspastor war übrigens eines der Gründungsmitglieder des Kennel Club im Jahr 1873.

Ein Jahr später wurde er zum Zuchtrichter für Foxterrier ernannt. Er war in der gesamten britischen Hundeszene bekannt und geachtet. Als Freund der Königleichen Familie verkaufte er dem Prinzen von Wales (Edward VII.) ein Porträt von Trump, das bis heute in der Sattelkammer des Schlosses von Sandringham in Norfolk hängt.
 

Wesen und Haltung:
Der Jack Russell ist sowohl über der Erde als auch unter der Erde total in seinem Element. Er ist ein ganz gewitzter Bursche, der durch sein feuriges Temperament beeindruckt und manchmal etwas leichtsinnig ist. Alles, was sich bewegt, interessiert unseren aufgeweckten und neugierigen Vierbeiner. Spaziergänge in seiner Begleitung

sind immer voller Überraschungen, und auch der kurze Gang um die Ecke wird mit ihm schon zum Abenteuer. Wenn man auf andere Hunde trifft, weiß man nie genau, wie er reagiert. Manchmal ist er anderen Wauwaus gegenüber ein richtiger "Gentledog", manchmal aber auch ein verbissener Kämpfer. Das kommt ganz auf sein Gegenüber an. Von sich aus wird der Jack Russell eigentlich nicht aggressiv, denn im Grunde ist er eine gute Seele. Doch wenn man in provoziert, dann reagiert er auch. An Verletzungen ist er gewöhnt, denn schließlich hat er jahrzehntelang den Fuchs und den Dachs gejagt und dabei gelernt, so einiges einzustecken.

Dieser Terrier ist ein ausgezeichneter Gesellschaftshund: Er ist lustig, wachsam und verspielt, und auch als Wachhund taugt er prima. Dazu hat er einen ausgeprägten Sinn für sein Revier und kündigt mit lauter Stimme die Ankunft jedes Fremden an. Bringen Sie ihm bei, nicht immer gar so heftig zu bellen und Fremde höflich zu empfangen. Mit etwas Konsequenz kann man diesen Hund ganz gut bändigen, doch dazu muss man mit der Erziehung schon sehr früh beginnen und ihm bereits mit drei Monaten die Grundregeln guten Benehmens beibringen.

Der Jack Russell Terrier ist ein prima Gefährte für Kinder, denn er ist sehr verspielt - vorausgesetzt, Ihre Rangen haben beizeiten gelernt, respektvoll mit ihm umzugehen.
Ein Jack Russel Terrier ist zwar nicht sehr groß, aber sehr quirlig und braucht entsprechend viel Platz. In einer Stadtwohnung wird er traurig und unausgeglichen, ja sogar aggressiv; deshalb sollte man sich diesen Hund nur anschaffen, wenn man ein Haus mit Garten hat. Gepflegte Beete kümmern den Jack Russell wenig, und wenn Sie ein passionierter Hobbygärtner sind, sollten Sie sich für eine andere Rasse entscheiden. Dafür jagt dieser Vierbeiner mit Vorliebe alle möglichen Schädlinge, wie z. B. Maulwürfe, Mäuse oder Wildkaninchen. Diese Tiere haben in Ihrem Garten also keine Chance. Auch im Haus verfolgt er jede Maus vom Keller bis in den Speicher. Er ist immer in Bewegung und bringt wirklich Leben in die Bude.
 

Ernährung und Pflege:
Er braucht nicht viel an Futter, denn er wiegt ja gerade mal 7 kg. Geben Sie diesem Hochleistungssportler jeden Tag 100 g mageres, kleingeschnittenes Fleisch sowie 50 g gut weichgekochten Reis oder Hundeflocken und 50 g gekochtes Gemüse (Karotten, grüne Bohnen, Salat...). Aber bitte keine Erbsen, Kartoffeln oder Trockenbohnen, denn sie liegen ihm zu schwer im Magen. Mengen Sie einen Teelöffel Hefeflocken, einen Esslöffel

Sonnenblumen- oder Maiskeimöl oder ein wenig Vitamin- und Mineral-pulver unter sein Futter. Achten Sie darauf, dass er immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung hat. Der Jack Russell frisst auch gerne Fertigfutter, das ist praktischer und billiger als Frischfutter. Im Gegensatz zu seinem Vetter, dem rauhaarigen Foxterrier, der regelmäßig getrimmt werden muss, braucht der Jack Russell Terrier nur minimale Pflege. Ein paar Bürstenstriche täglich genügen, um Staub, Schmutz und lose Haare aus seinem Fell zu entfernen. Wenn er total verdreckt heimkehrt, muss er in die Badewanne! Benutzen Sie aber ein sehr mildes Shampoo, das seinem Fell nicht schadet! Der Zustand seiner Sohlenballen, seiner Ohren sowie seiner Augen und Zähne muss regelmäßig überprüft werden. Auch Wurmkur, Zeckenhalsband und ähnliches darf man nicht vergessen...
Gut gepflegt kann Ihr vierbeiniger Gefährte leicht vierzehn Jahre alt werden!
 

Widerristhöhe:  Etwa 35 cm für Rüden, etwa 33 cm für Hündinnen.
Gewicht:  5 bis 8 kg für beide Geschlechter.
Farben:
Vollständig Weiß oder mit lohfarbenen, gelben oder schwarzen Abzeichen, vorzugsweise beschränkt auf Kopf oder Rutenansatz.
Durchschnittliche Lebenserwartung:  12 bis 14 Jahre

 
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